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FLINTA*:
steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Personen und ist der Versuch einen Ausdruck für eine Personengruppe zu finden, die nicht cis männlich ist. Ein cis Mensch ist eine Person, die sich dem ihr bei ihrer Geburt zugeteilten Geschlecht zugehörig fühlt.
Portrait Wangari Muta Maathai

Wangari Muta Maathai

Umweltaktivistin, Biologin, Friedensnobelpreisträgerin
Sie/Ihr
University of Nairobi, Kenya Red Cross, National Council of Women of Kenya, Green Belt Movement, Afrikanische Union
Mein Beitrag zur Energie-Revolte

Wangari Maathai verstand lange vor dem Mainstream, was wirkliche Energiewende bedeutet: nicht nur Technologie, sondern Gerechtigkeit.  

Die von dem Green Belt Movement gepflanzten Bäume dienen vielen Familien als wichtige Energiequelle zum Kochen und leisten zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz. Prof. Maathai zeigte, dass eine gerechte Energiewende nicht nur davon abhängt, wie Energie erzeugt wird, sondern auch davon, wer Zugang zu Ressourcen hat und über ihre Nutzung entscheiden kann. 

Sie zeigte, dass ökologisches Handeln immer auch politisches Handeln ist, und dass Frauen weltweit die treibende Kraft hinter einer nachhaltigen Zukunft sein können. Ihr Erbe lebt in jeder organisierten Gemeinschaft und in jeder Frau, die für ihre Umwelt eintritt. 

Wangari Maathai steht im Pelly Place Natural Area im Freien, umgeben von üppigen grünen Bäumen und dichter Vegetation. Sie lächelt und trägt ein bunt gemustertes Kleid mit passendem Kopftuch. In einer Hand hält sie einen jungen Baum, der kurz vor der Einpflanzung steht.
Wangari Maathai hält während einer Biodiversitätskonferenz bei den Vereinte Nationen eine Rede. Im Hintergrund sind Fahnen der Vereinten Nationen sowie die Konferenzkulisse zu sehen.
Mehr zu Prof. Wangari Maathai

Wangari Muta Maathai (1940–2011) wuchs im kolonialen Kenia auf, in einer Zeit, in der britische Landwirtschaftspolitik gezielt traditionelle Anbaumethoden zerstörte und einheimische Wälder durch Monokulturen für den Exportmarkt ersetzte. Fruchtbare Flächen, die zuvor von lokalen Gemeinschaften vielfältig genutzt wurden, wurden zunehmend für den Anbau von Exportgütern wie Kaffee und Tee umgewandelt. Was damals als Modernisierung” verkauft wurde,  führte dazu, dass Böden auslaugten, Wasserläufe versiegten, die Artenvielfalt zurückging und viele Menschen den Zugang zu Land und natürlichen Ressourcen verloren. Ganze Gemeinschaften wurden wirtschaftlich abhängig gemacht und ihrer bisherigen Lebensgrundlagen beraubt. Diese Erfahrung prägte Maathais gesamtes späteres Denken und Handeln. 

Als erste ostafrikanische Frau promovierte sie in Biologie und lehrte an der University of Nairobi. Sie erkannte, was viele in der Umweltbewegung lange ignorierten: dass Abholzung, Armut, Unterdrückung von Frauen und koloniale Ausbeutung von Ressourcen nicht aus Zufall nebeneinander existieren, sondern ein Unterdrückungssystem bilden. 

1977 gründete sie das Green Belt Movement: eine Graswurzelbewegung, die Frauen im ländlichen Kenia dazu befähigte, Bäume zu pflanzen, Wasserquellen zu schützen und sich politisch zu organisieren. Bis heute wurden über 51 Millionen Bäume gepflanzt. Die Bewegung war nie nur Umweltschutz: Sie war eine Antwort auf koloniale Landenteignung, auf die Unsichtbarmachung von Frauen und auf eine Entwicklungspolitik, die Afrika weiterhin als Rohstofflieferanten behandelte. 

Für diesen Widerstand bezahlte sie einen hohen Preis. Sie wurde verfolgt, inhaftiert, öffentlich diffamiert und körperlich angegriffen. Doch sie ließ sich nicht zum Schweigen bringen. 2004 erhielt sie den Friedensnobelpreis als Anerkennung dafür, dass nachhaltige Entwicklung, Demokratie und Frieden untrennbar zusammengehören. 

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MEHR ZU WANGARI MAATHAI IM GESPRÄCH MIT LAURA
"The generation that destroys the environment is not the generation that pays the price. That is the problem."