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FLINTA*:
steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Personen und ist der Versuch einen Ausdruck für eine Personengruppe zu finden, die nicht cis männlich ist. Ein cis Mensch ist eine Person, die sich dem ihr bei ihrer Geburt zugeteilten Geschlecht zugehörig fühlt.
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Gender und Energie

Blogs & Podcasts

Hier geht’s um Multimedia-Inhalte, die euch weiterbringen – Blogs und Podcasts zur gendergerechten Energiewende.

Screenshot eines Blogbeitrags zu Solarpunk. Grüner Kasten mit der Überschrift „Solarpunk – Zukunft beginnt im Kopf“. Darunter ein eingebettetes YouTube-Video „Solarpunk 101“ mit einem Vorschaubild eines Hauses mit Solardächern, einem Garten und Menschen.
Screenshot eines Beitrags von Deutschlandfunk Kultur mit der Überschrift „Mit utopischem Optimismus gegen den Klimawandel“. Vorschaubild mit Play-Button: Ein Roboter steht im Wald einer Person mit rotem Haar und Kleid gegenüber.

Solarpunk, Zukunft beginnt im Kopf! (Lexy)

Auf diesem Blog teilt Lexy Gedanken zu Solarpunk. Lexy schreibt über Romane und Spiele; über inspirierende Orte und Projekte; und auch über Solarpunk als entstehende und wachsende Bewegung.

Comics & Bücher

Entdeckt Bücher und Comics rund um die Energiewende – von Malbüchern über Romane bis hin zu inspirierenden Erzählungen. Dieser Lesestoff eröffnet euch neue Perspektiven auf Klima, Energie und unsere Zukunft.

Comic-Cover Energiewende Ahoi: Drei Personen stehen auf einem Holzboot mit einer Solaranlage auf dem Dach und fahren an einer grünen Landschaft mit Blumen, Häusern und Windrädern vorbei. Über der Szene ist der Titel „Energiewende Ahoi“ in Wolken dargestellt.
Comic-Cover von Die Welt im Wandel – Ein Wissenschaftscomic über die globale Klimakrise aus der Sicht von Jugendlichen.
Comic-Cover „Eine Welt ohne Ende“: Gelb dargestellte Stadt mit grauen Hochhäusern und Straßen. Zwei Menschen stehen auf einem Dach und blicken über die Stadt. Im Hintergrund sind Windräder und rauchende Fabrikschornsteine zu sehen.
Aufgeschlagenes Ausmalbuch „Energy Transition Coloring Book“. Hände malen mit Buntstiften verschiedene Berufe der Energiewende aus. Auf den Seiten steht der Schriftzug „I like the way you work it“.
Screenshot eines Blogbeitrags zu Solarpunk. Grüner Kasten mit der Überschrift „Solarpunk – Zukunft beginnt im Kopf“. Darunter ein eingebettetes YouTube-Video „Solarpunk 101“ mit einem Vorschaubild eines Hauses mit Solardächern, einem Garten und Menschen.
Buchcover „Die Brücke“ mit einer mittig dargestellten Brücke. Zu beiden Seiten fließt das Meer in einer parabelförmig geschwungenen Darstellung entlang der schrägen Brückenwände.
Buchcover „Blackout“: Ein Mann im schwarzen Mantel rennt durch eine Straße. An den Seiten stehen Hochhäuser und Bäume, Straßenlaternen leuchten schwach. Über der Szene hängt ein dunkler Himmel mit schwarzen Wolken.
Buchcover „Halbinsel“: Eine Frau steht mit dem Rücken zur Betrachterin oder zum Betrachter. Sie trägt ein schwarzes Kleid mit Trägern und hat brünette Haare zu einem Dutt gebunden. Um sie herum schweben Seifenblasen.

Energiewende Ahoi! (123Comics)

Drei Freunde starten mit einem Solarfloß in die Sommerferien. Auf Ihrem Weg machen sie Bekanntschaft mit einer Windkrafttechnikerin und einem Klimageflüchteten, der den Jugendlichen von den globalen Auswirkungen des Klimawandels berichtet. Der Comic weist auf klimapolitische Missstände hin und gibt Lösungen für ein sofortiges Handeln. Noch ist es nicht zu spät.

Filme

Hier findest du Filme rund um Energie und Klima. Schau dir spannende Geschichten an und entdecke, wie unsere Welt funktioniert und wie wir sie verändern können.

Mariposas Negras (Black Butterflies)
Flow
The Boy Who Harnessed the Wind

Mariposas Negras (Black Butterflies)

Tanit, Valeria und Shaila sind drei Frauen, die in sehr unterschiedlichen
Teilen der Erde leben, in Afrika, der Karibik und in Asien. Doch sie haben
etwas gemeinsam: Alle drei verlieren durch die Auswirkungen der globalen
Erwärmung ihre Lebensgrundlagen und sind gezwungen, auszuwandern,
um zu überleben. Der Animationsfilm BLACK BUTTERFLIES erzählt ihre
Geschichten, die für die Schicksale Tausender anderer stehen könnten.

Regisseur:in: David Baute
Jahr: 2024
Zum Trailer

Die Basics - Energie und Gender

Eine zentral platzierte, lilane Hand formt mit zwei Fingern ein Herz in Richtung einem pinkfarbenen Blitzsymbol. Drum herum sind folgende Begriffe zu sehen: - Petromaskulinität - Intersektionalität - Zugang zu Bildung und Information - Warum FLINTA* in die Energiewende? - Stereotype - mediale Aufmerksamkeit

Glossar zum Gender- & Energie-Nexus:

FLINTA*
Steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, transgender und agender Personen und ist eine Bezeichnung für Menschen, die nicht cis männlich sind und damit strukturelle Diskriminierung (von Unterdrückung bis Negierung) im Patriarchat erfahren.                                                                                                                                       *cisgender: bedeutet, dass sich eine Person mit dem Geschlecht identifiziert, das ihr bei der Geburt zugewiesen wurde.
Intersektionalität
Diskriminierung ist vielschichtig. Menschen können gleichzeitig wegen verschiedener Merkmale benachteiligt werden – etwa wegen Geschlecht und Hautfarbe. Dieses Zusammenspiel nennt man Intersektionalität. Der Begriff stammt von Kimberlé Crenshaw, die zeigen wollte, dass Schwarze Frauen sowohl von Rassismus als auch von Sexismus betroffen sind – und dass diese Formen sich nicht trennen lassen.Fazit: Diskriminierung ist nicht eindimensional – sie kann sich verflechten und gegenseitig verstärken.
Quelle: Crenshaw, WECF
(Zugang zu) Bildung und Information
Der Ausschluss von FLINTA* im Energiesektor beginnt oft schon im Bildungssystem. Geschlechterstereotype prägen früh Interessen, Selbstbild und Berufsorientierung, besonders im MINT-Bereich. Lehrpläne, Materialien und Berufsberatung blenden FLINTA*-Perspektiven häufig aus – technische Berufe oder der Energiesektor erscheinen oft als „nicht für sie gemacht“. Dieses Phänomen wird auch als leaky pipeline bezeichnet.Für eine gerechte Energiewende braucht es Bildung, die Vielfalt mitdenkt – kritisch, inklusiv und empowernd.
Stereotype und Bias
Stereotype prägen unser Denken darüber, welche Rollen Frauen und Männer in der Gesellschaft einnehmen – und damit auch darüber, wer als typische Nutzerin oder Entwicklerin von Technologien gilt.Im Energiesektor führt dies häufig dazu, dass männliche Bedürfnisse als “Norm” betrachtet werden, während FLINTA* seltener als gleichberechtigte Akteurinnen wahrgenommen werden – weder als Konsumentinnen noch als Mitgestalterinnen.
Dort, wo FLINTA* sind, läuft’s – und das ist messbar
Unternehmen mit weiblichen CEOs pushen green innovation deutlich stärker – mehr FLINTA* in Führung = messbar mehr Umwelt-Innovation.
Laut BloombergNFE haben Firmen mit mindestens 30 % FLINTA* im Vorstand deutlich bessere Klimastrategien: Ihre Emissionen stiegen z. B. 2016–2019 nur um 0,6 %. Bei Unternehmen ohne Frauen im Vorstand waren es 3,5 %.Quellen: Springer 2024; EIB 2023; WECF 2023
Systemische Barrieren
FLINTA* begegnen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette – von Produktentwicklung über Verkauf bis zur Nutzung – strukturellen Barrieren. Diese sind tief in sozialen Ungleichheiten und tradierten Genderrollen verankert.
Veraltete Geschlechterrollen
Schon in Schule, Familie und Medien wird FLINTA* oft vermittelt, welche Wege „für sie“ vorgesehen sind – und welche nicht. Technische Berufe oder Führungspositionen stehen dabei seltener im Fokus. FLINTA* übernehmen den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit. Das kostet Zeit, Energie und Chancen – z. B. für Weiterbildung oder eigene Projekte.
Benachteiligung im Bildungssystem & Arbeitsmarkt
Genderperspektiven finden im Bildungssystem meist wenig Beachtung, und der Arbeitsmarkt ist oft wenig flexibel – das benachteiligt FLINTA*, besonders in technischen Berufen.
Unzureichende gendersensible Förderpolitik
Energie- und Klimapolitik berücksichtigt selten genderspezifische Bedürfnisse oder strukturelle Ungleichheiten.
Quelle: WECF 2020, „Frauen. Energie. Wende!“
(Mediale) Aufmerksamkeit
Mediale Aufmerksamkeit beschreibt, wie sichtbar bestimmte Themen, Personen oder Perspektiven in Medien, Politik und Öffentlichkeit sind.
Sichtbarkeit ist kein Beiwerk, sondern ein Hebel für mehr Gerechtigkeit in der Energiewende.
Petromaskulinität
Wenn Männlichkeit über „dicke Autos“, Öl, Gas und Anti-Klima-Haltung definiert wird, spricht man von Petromaskulinität. Fossile Industrien gelten meist als männlich dominierte Sektoren, in denen Männlichkeit über Stärke, Kontrolle und Technik definiert wird.
Fossile Energie und Männlichkeitsnormen stützen sich gegenseitig – und blockieren FLINTA*, Klimagerechtigkeit und soziale Vielfalt.
Quelle: New Daggett, 2023

Quellen:
“Energiearmut in Europa und Deutschland – ein gendersensitiver Bericht” – WECF
“Frauen. Energie. Wende!” – WECF
“Repräsentanz und Teilhabe von Frauen in der Energiewende” – Deutscher Frauenrat

Factcheck - gendergerechte Energiewende

Es gibt einige Aussagen, die im Diskurs über Gender und Energie immer fallen. Hier haben wir uns ein paar davon ausgesucht, damit ihr immer in Diskussionen gewappnet seid und mit uns die gendergerechte Energie Revolte voranbringen könnt.

Aussage Fakt & Quelle Warum genau?
1
Energiearmut betrifft uns alle – Energie kostet ja für alle gleich viel, oder?
Energiearmut betrifft besonders ältere Frauen, Menschen mit Vorerkrankungen und andere benachteiligte Gruppen – weil sie durch gesellschaftliche Strukturen oft Nachteile erfahren.                   

  • Viele Frauen haben eine Doppelbelastung: Sie gehen arbeiten und verdienen Geld. Gleichzeitig kümmern sie sich oft um Haushalt, Kinder oder pflegebedürftige Angehörige (Care-Arbeit), ohne dafür bezahlt zu werden. Weil viele Frauen in Teilzeit arbeiten oder schlechter-bezahlte Jobs haben, verdienen sie im Durchschnitt weniger Geld. Deshalb haben sie auch weniger Geld für Miete und fürs Heizen. 
  • Deshalb sind insbesondere Alleinerziehende stark von Energiearmut gefährdet, weil sie für alle Kosten im Haushalt und für ihre Kids allein aufkommen. In Deutschland sind 82% der Alleinerziehenden Frauen.  
  • Viele ältere Frauen wohnen auf großer, unrenovierter Fläche, die sie wegen niedriger Rente (Gender-Renten-Lücke) nicht ausreichend heizen oder kühlen können.
2 Männer brauchen ja eigentlich mehr Energie wegen Arbeit, Geräten…  Es gibt Unterschiede zwischen Männern und Frauen, wie sie Energie benutzen. Dies zeigt sich im Energieverbrauch beim Wohnen und bei der Mobilität, also Auto-, Rad- oder ÖPNV-Fahren.      

  • Mobilität: Frauen sparen, Männer geben mehr aus. Dieses Verhalten hat vor allem mit gesellschaftlichen Rollenbildern zu tun. Väter sind häufiger dienstlich unterwegs, Mütter erledigen mehr Alltagswege wie Einkäufe oder Fahrdienste. Frauen nutzen öfter Bus, Bahn oder gehen zu Fuß. Männer haben zwar höhere Kosten für Mobilität, können sie sich aber leichter leisten. Alleinerziehende Mütter können sich dagegen 2,5-mal so oft kein Auto leisten wie der Durchschnitt.
  • Haushalt: Wegen klassischer Rollenverteilung haben Frauen oft einen höheren Energieverbrauch beim Kochen und Waschen. 
3 Energiethemen haben doch nichts mit Partizipation zu tun, nicht?  Obwohl der Bereich Energie immer wichtiger wird, sind Frauen da unterrepräsentiert – nicht nur in MINT-Studiengängen und Ausbildungsberufen, sondern auch in Energiepolitik und -wirtschaft.

Dass es so wenig Frauen und genderdiverse Personen in der Energiebranche gibt, hat System:  

  • In Schulfächern, Studiengängen und Jobs, die mit Energie zu tun haben, fehlen Frauen. In MINT-Fächern (also alles mit Mathe, IT, Naturwissenschaften, Technik) sind oft weniger als 35 % Frauen. Nur in Innenarchitektur sind es satte 88,2 % (Stand 2021). Stahlbau? 2021 waren es da 2,2 % – also fast nur Männer.  
  • Das spiegelt sich dann auch in der Energiepolitik und -wirtschaft wider: Die wichtigen Jobs bekommen vor allem Menschen, die eine technische Ausbildung haben oder viel Fachwissen in Technik besitzen. Wer entscheidet, wie unsere Energiezukunft aussieht? Zurzeit vor allem Männer. 
4 Energie bleibt Energie, egal ob Kohle, Gas, oder Sonne – nicht wahr?  Leider nicht. Zum einen tragen fossile Energien zur Erderwärmung bei, weshalb eine Energiewende für den Schutz von Klima und Umwelt notwendig ist. Zum anderen spielen Kosten für unterschiedliche Energiequellen eine Rolle: Durch die Abhängigkeit von fossilen Energien sind die Energiepreise seit 2022 stark gestiegen. Viele Wohnungen sind mit Öl- und Gasheizungen ausgestattet. Dies führt dazu, dass nicht alle Menschen ausreichend heizen können, weil sie Energie bzw. Geld sparen müssen (siehe auch das Argument zu Energiearmut weiter oben). 
  • Seit Beginn des Ukrainekrieges sind die Energiepreise gestiegen, da Deutschland von Gasexporten abhängig ist. Viele Menschen wohnen in Mietverhältnissen und können zwar über Ökostrom, selten aber über die Energiequelle fürs Heizen entscheiden. Dies führt dazu, dass sie den Preisen des Energiemarktes ausgesetzt sind. Langfristig ist es kostengünstiger, wenn die Wärmeversorgung umgestellt wird und alle ökologisch heizen können. 
  • Wenn ihr nachlesen wollt, warum fossile Energiequellen ein Problem für unser Klima sind, schaut hier: Greenpeace (o.J.). Fossile Energien, Fossile Energien | Greenpeace.
5 Ist doch egal, wer die Energieprojekte mitmacht, Hauptsache sie sind gut? Nicht alle profitieren von EnergieprojektenOft denken die Menschen, die entscheiden, an ein bestimmtes Bild: ein weißer, cis Mann*, Mitte 40, mit Geld und vielleicht einer eigenen Solaranlage. Doch diese Perspektive vernachlässigt, dass andere Gruppen ganz andere Bedürfnisse haben – und für sie bringt die Technik oft wenig.

Ein cis Mensch ist eine Person, die sich dem ihr bei ihrer Geburt zugeteilten Geschlecht zugehörig fühlt. 

  • Warum Vielfalt bei Technologien kein Nice-tohave, sondern ein Muss ist: Wenn nur eine bestimmte Gruppe – meistens, wohlhabende Männer, die sich gut mit Technik auskennen – entscheidet, wie Technologien aussehen, werden die Lösungen oft nur für sie gemacht. Das Ergebnis? Technologien, die andere ausschließen oder im schlimmsten Fall sogar gefährden. 
  • Beispiel Airbag: Jahrelang wurde der Airbag nur an männlichen Körpern getestet → Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderungen hatten ein höheres Verletzungsrisiko. Ähnliche Einschränkungen kann es auch bei Energietechnologien geben: Smart-Energy-Apps oder E-Auto-Ladestationen werden oft für Haushalte mit eigenem Parkplatz und technischem Wissen entwickelt. Wer nicht dazugehört, bleibt auf der Strecke. Technologie muss für alle funktionieren, nicht nur für eine kleine, privilegierte Gruppe.
6 Klimawandel betrifft uns alle – wir spüren ja alle die Hitze gleich.  Nein, manche soziale Gruppen sind stärker von den Folgen der Klimakrise betroffen als andere. Manche Menschen leiden mehr, zum Beispiel weil ihre Wohnung nicht genug vor Hitze geschützt ist oder weil sie an Orten mit stärkeren Wetterereignissen wohnen (Dürre, Überschwemmungen). 

  • In ländlichen Regionen vieler Länder im Globalen Süden hat der Klimawandel starken Einfluss: Dürren, Fluten und Extremwetter zerstören Ernten und Lebensgrundlagen. Frauen tragen hier oft die Hauptlast – sie holen Wasser, sorgen für Energie, bauen Nahrung an und kümmern sich um ihre Familien. Gleichzeitig werden sie in vielen Gesellschaften strukturell benachteiligt und haben weniger Mitspracherecht. Wenn zum Beispiel die Ernte ausfällt oder der Boden kaputtgeht (Bodenerosionen), verlieren sie ihre Existenzgrundlage. 
  • Auch die Sommer in Europa werden zunehmend heißer. In Städten wie Barcelona oder auch Wien können nicht alle Menschen ihre Wohnungen ausreichend kühlen. Obdachlose sind der Hitze noch stärker ausgesetzt. Dieses Problem wird als Sommer-Energiearmut bezeichnet. Vor allem ältere Menschen, Kinder und Menschen mit chronischen Erkrankungen leiden drunter. Siehe auch: Eder, F. (2024). Wenn Hitze für Mieter*innen unerträglich wird. In: Volkshilfe Wien, Energiearmut: Wenn Hitze für Mieter*innen unerträglich wird- Blog – Volkshilfe Wien. 

 

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Barrieren im Energiesektor

Stereotype abbauen

Stereotype prägen unsere Zukunft, Phrasen bestimmen unser Leben. Hier siehst du was Stereotype für Folgen haben können, und wie diese vermutlich auch dein Leben verändert haben.

💬 Was passiert? Schon in der Kindheit wird vermittelt, was „typisch weiblich“ oder „typisch männlich“ ist.
Folge: Mädchen und FLINTA* entwickeln seltener Interesse oder Selbstvertrauen in technischen Bereichen – obwohl sie die gleichen Fähigkeiten hätten.
💬 Was passiert? In Schule, Uni und Beruf sehen FLINTA* kaum andere FLINTA*, die erfolgreich in MINT arbeiten.
Folge: Ohne sichtbare Vorbilder fehlen Motivation und das Gefühl: „Ich gehöre hierher.“
💬 Was passiert? FLINTA* erleben häufiger sexistische Kommentare, werden weniger ernst genommen oder ausgeschlossen.
Folge: Sie fühlen sich im Studium oder Beruf nicht willkommen – und wechseln den Bereich oder steigen aus.
💬 Was passiert? Viele FLINTA* unterschätzen sich, selbst wenn sie gute Leistungen erbringen – oft durch gesellschaftliche Einflüsse.
Folge: Sie trauen sich weniger zu und meiden technische Studiengänge oder bewerben sich seltener auf Führungspositionen.
💬 Was passiert? FLINTA* übernehmen häufiger Betreuung von Kindern oder Pflegearbeit – MINT-Berufe sind oft unflexibel.
Folge: Karrierewege in MINT passen schlecht mit familiären Verpflichtungen zusammen.
💬 Was passiert? Förderprojekte setzen meist erst spät an oder erwarten, dass sich FLINTA* an „männlich geprägte“ Strukturen anpassen.
Folge: Strukturelle Barrieren bleiben bestehen – echte Veränderungen brauchen tiefere Systemänderungen.
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Tieferer Einblick

Aktuelle wissenschaftliche Publikationen in a nutshell

Studien und Berichte sind oft mega schwer zu lesen und zu verstehen. Wir haben ein paar relevante Studien aus unserem Netzwerk für euch zusammengefasst, damit ihr das Wichtigste auf einen Blick habt.

Und pst: hier gibts auch eine Einreichmöglichkeit für Publikationen – falls du mal Hilfe brauchst einen Artikel zu verstehen, sind wir gerne für dich da!

📚 Diese Publikationen haben wir uns bis jetzt näher angeschaut ▸

Forschungsarbeiten, Literatur - ganz viel Input

Hier findet ihr noch ein paar Forschungsarbeiten zum Thema, sehr gerne könnt ihr noch erweitern und ergänzen, falls ihr selbst über interessante Arbeiten gestoßen seid.

 

Forschungsarbeiten
Jahr Titel Wer Worum geht’s Takeaway
2020 Frauen.Energie.Wende! WECF Frauen pushen die Energiewende 💪 Ohne Frauen geht nix – Gender-Mainstreaming & Bürgerenergie = must-have
2020 Geschlechtergerechte Energieprojekte und WASH in Entwicklungsländern V. Demmelbauer, A. Rühlemann, u.a. Energie = Bildung, Einkommen & Chancen für Frauen 🌍 Mehr Energiezugang = bessere Zukunft für alle
2022 Energypoverty in Germany and EU Isabelle Sundermann Energiearmut trifft Frauen härter ⚡ Frauen brauchen gezielte Hilfe, sonst bleibt es unfair
2022 Gender Survey Energiegemeinschaften S. Kaur, K. Groneweg, K. Habersbrunner Frauen in Energieteams unterrepräsentiert 👩‍🔧 Nur 5% in Management – großes Potenzial für Veränderung
2022/23 EUWES-Projekt K. Habersbrunner, M. Louvet, u.a. Frauen in Energiepolitik & Forschung noch rare Mehr Gender-Mainstreaming & Sichtbarkeit nötig
2023 W4RES Capacity Building M. Louvet, S. Kaur, u.a. Frauen empowern für den Energiesektor 🚀 Frauen = Change-Maker, Tools für inklusives Arbeiten
2024 Gender-disaggregated data on Energy Poverty P. Wieser, M. Norena, K. Habersbrunner Barrieren für Frauen in Energie-Communities 🏘️ Mentoring & Diversity-Programme = Gamechanger
2024 Energiewende = Gerechtigkeitswende K. Groneweg, K. Habersbrunner Feministische Vision: Klima + Gleichstellung ✨ Care-Arbeit, Geld & Gender-Stereotype beachten, sonst läuft nix
Du möchtest uns noch eine Publikation oder einen Artikel zeigen oder hast selbst etwas veröffentlicht? Gerne her damit!

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Energie-Revolte Hacks

Ohne sie gäb’s heute keine Energiewende: Pionierinnen in MINT

Wer prägte die Naturwissenschaften, Technik und Energieforschung – und warum sind viele dieser Frauen heute kaum bekannt? Dieses Poster nimmt Lernende mit auf eine historische Zeitreise und macht sichtbar, welchen entscheidenden Beitrag Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen zur Entwicklung unserer heutigen Energiewende geleistet haben.

Zum Download (PDF)

Dorothea Christiane Erxleben
Elsa Neumann
Emmy Noether
Hedwig Kohn
Hertha Sponer
Ilse Knotter-ter Meer
Lise Meitner
Maria Goeppert-Mayer

Dorothea Christiane Erxleben

Gender-inklusiver Unterricht, eine Checklist

Wie kann Gender in den Lehrplan aufgenommen werden? Wie kann Unterricht genderinklusiv sein? Darüber sprechen wir hier:

Checkliste für genderinklusiven Unterricht 

  Inhalt:

  Lehrende:

  Teilnehmende:

  Methoden:

  Rahmenbedingungen:

    • Ort und Zeitpunkt der Veranstaltung sind zugänglich?
    • Materialien sind für alle verfügbar?
    • Weitere inklusive Aspekte beachtet (z. B. Barrierefreiheit)?

Quelle: EUWES-Project WECF (Empowering Underrepresented Women in the Energy Sector, EUWES-WECF)

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