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FLINTA*:
steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Personen und ist der Versuch einen Ausdruck für eine Personengruppe zu finden, die nicht cis männlich ist. Ein cis Mensch ist eine Person, die sich dem ihr bei ihrer Geburt zugeteilten Geschlecht zugehörig fühlt.
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Factcheck – gendergerechte Energiewende

Factcheck - gendergerechte Energiewende

Es gibt einige Aussagen, die im Diskurs über Gender und Energie immer fallen. Hier haben wir uns ein paar davon ausgesucht, damit ihr immer in Diskussionen gewappnet seid und mit uns die gendergerechte Energie Revolte voranbringen könnt.

Aussage Fakt Zitate Erklärung
1 Energiearmut betrifft uns alle – Energie kostet ja für alle gleich viel, oder? Weltweit haben Frauen, vor allem in ländlichen und armen Gebieten, häufiger keinen oder nur unsicheren Zugang zu sauberer Energie. “Women disproportionately bear the burden of energy poverty, which limits their opportunities and exacerbates inequalities.” (WECF Gender & Energypoverty Report, 2023) Ohne gendergerechte Ansätze bleiben diese Ungleichheiten bestehen oder verschärfen sich.
2 Männer brauchen ja eigentlich mehr Energie wegen Arbeit, Geräten…  Frauen verrichten oft die gesamte Care-Arbeit – Kochen, Wasserholen, Heizen –, die ohne moderne Energietechnologien besonders zeit- und arbeitsintensiv ist. “Unpaid care work, mostly done by women, is deeply connected to energy access and must be recognized in energy policies.” (WECF, 2023) Eine gendergerechte Energiewende kann diese Lasten reduzieren und mehr Freiraum schaffen.
3 Energie hat doch nichts mit Partizipation zu tun, nicht?  Frauen sind in Energiepolitik und Energiewirtschaft weltweit unterrepräsentiert. “Women’s participation in energy decision-making is less than 20% globally, limiting the inclusivity and effectiveness of energy transitions.” (WECF, 2023) Ohne ihre Stimmen bleiben Bedürfnisse und Erfahrungen von Frauen unberücksichtigt.
4 Energie bleibt Energie, egal ob Kohle, Gas, oder Sonne – nicht wahr?  Zugang zu sauberem Strom und kochfreien Technologien führt zu besserer Gesundheit, mehr Bildungschancen und wirtschaftlicher Teilhabe. “Clean energy access empowers women by reducing indoor air pollution and freeing time for education and income-generating activities.” (WECF, 2023) Das stärkt soziale und wirtschaftliche Gleichstellung.
5 Ist das nicht egal wer mitmacht, Hauptsache Energieprojekte? Frauen initiieren und implementieren oft gemeinschaftsbasierte Energieprojekte. “When women lead, energy projects are more sustainable and equitable.” (WECF, 2023) Ihre Einbindung fördert Innovation und Akzeptanz.
6 Klimawandel betrifft uns alle – wir spüren ja alle die Hitze gleich.  Frauen leiden besonders unter Klimafolgen (z. B. Dürren, Überschwemmungen), die durch fossile Energien verschärft werden. “Energy transitions are critical to climate justice and require gender-responsive approaches.” (WECF, 2023) Feministische Perspektiven sind unverzichtbar für wirksame Klimapolitik.
7 Frauen müssen nur passiv besser Energie bekommen- das ist das Wichtigste, nicht wahr? Projekte mit gleichberechtigter Beteiligung von Frauen zeigen bessere Ergebnisse. “Gender equality in energy projects enhances social acceptance and sustainability.” (WECF, 2023) Das führt zu langfristigem Erfolg der Energiewende.
8 Energie brauchen Frauen doch primär zum Kochen, Putzen, Waschen… oder?  Zugang zu Energie eröffnet Frauen neue Einkommensmöglichkeiten, z. B. als Solar-Technikerinnen oder Unternehmerinnen. “Energy access can transform women’s economic prospects and contribute to poverty reduction.” (WECF, 2023) Das fördert Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Wandel.
9 Technologie bleibt Technologie, da brauchen wir doch keinen Gender-Fokus! Technologien, die Geschlechterunterschiede ignorieren, erreichen Frauen oft nicht. “Technology design must consider women’s needs to be truly inclusive and effective.” (WECF, 2023) Gender-sensible Technologieentwicklung ist essenziell.
10 Energie und Krise – wie passt das zusammen? Gendergerechte Energielösungen stärken Haushalte und Gemeinden gegen Krisen. “Inclusive energy systems build stronger, more resilient communities.” (WECF, 2023) Inklusive Ansätze fördern langfristige Stabilität und Zusammenhalt.

Quellen:
Capacity Building program for Women Empowerment in the RHC Sector
WECF Gender & Energypoverty Report, 2023

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